„Es ist nichts, was den geschulten Verstand mehr kultiviert und bildet, als Geographie.“ Immanuel Kant


SCHÜLERGEOGRAPHIE - SCHÜLERINNENGEOGRAPHIE


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Mit Legosteinen einen geologischen Prozess modellieren? Ergebnis eines Versuchs in Klassenstufe 8

betreut von Andreas Bergemann, Beethoven-Schule Berlin


Ein gemeinsames Energieprojekt von Schülern, Lehrern, Eltern und Bauexperten...

von Andreas Bergemann, Beethoven-Schule Berlin

Grundanliegen

Wir möchten einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das Leitbild der Nachhaltigkeit soll unsere Entscheidungen im Schulalltag wesentlich beeinflussen. Wir wollen Schule in den Kontext einer weiteren Diskussion zur Energiewende und zu nachhaltigem Handeln stellen. Über den Betrieb hinaus soll sich in der Schule mit den ganzheitlichen Bewertungsmaßstäben des nachhaltigen Bauens beschäftigt werden. Insbesondere die sozialen Aspekte des baulichen Umfeldes sollen analysiert werden, um auch hierzu gemeinsame Entwicklungsziele zu erörtern.

Unser Projekt ist als Dialog der Schüler, Lehrer und Eltern mit Experten zu Nachhaltigkeitsfragen gedacht. Es gab Arbeitsgruppen, die Teilfragen im Unterricht und an außerschulischen Lernorten bearbeiteten. In diesen Arbeitsgruppen wurde das Schulumfeld und das eigene Handeln anhand von Bewertungsmethoden wie der Energieeinsparverordnung, den Bewertungssystemen des nachhaltigen Bauens und Denkmodellen wie der 2.000 Watt Gesellschaft erörtert und eigene Ziele definiert.

Ohne den Weg dahin zu kennen, möchten wir uns für die Erreichung der europäischen Klimaziele 2050, also den regenerativen Betrieb im Bestandgebäude, erörtern und festlegen

Problem

Klimaschutz in öffentlichen Gebäuden kann nur funktionieren, wenn a) alle am Schulleben Beteiligten Kenntnisse, Handlungsstrategien und den Willen besitzen, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, und b) die Bausubstanz klimaschützendes Verhalten ermöglicht.

Am Projekt beteiligte Schülerinnen und Schüler haben mit Hilfe einer Wärmebildkamera gezeigt, dass unser Schulgebäude (Altbau Bj. 1913; Neubau Bj. 1976), den Anforderungen an einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen bautechnisch nicht gerecht werden kann. Durch Messung der abgegebenen Infrarotstrahlung konnte gezeigt werden, dass das Gebäude besonders im Winter enorme Energieverluste (v.a. in Form von Wärme) hat.

Der Versuch, diese Beobachtung mit offiziellen Messergebnissen zu vergleichen blieb unbefriedigend, da für das Gebäude im Jahr 2006 lediglich ein vorläufiger Energieausweis erstellt wurde, der lediglich die Verbrauchsdaten der vergangenen Jahre auswertete, und damit nur ein Symptom beschrieb, nicht jedoch die Ursachen.

Idee

Aus dieser Problemlage heraus, wurde die Idee entwickelt, einen Energieausweis für unser Gebäude durch Schüler erstellen zu lassen, der auf einer genauen Aufnahme der Gebäudestruktur basiert. Der Anspruch sollte sein, dass das erstellte Dokument, nach einer Prüfung durch einen Gutachter, offizieller und gültiger Energieausweis unserer Schule wird. Dafür war es notwendig, dass die Schüler alle Arbeitsschritte so ausführen, wie es ein professioneller Bausachverständiger mit offiziellem Auftrag tun würde.

Umsetzung

Um alle Standards zu erreichen, suchten wir uns als Partner ein Architekturbüro, das auf nachhaltiges Bauen spezialisiert ist und offizielle Energieausweise erstellen darf. In mehreren Treffen wurde von November 2012 bis April 2013 der Arbeitsprozess geplant. An den Beratungen nahmen neben den beteiligten Schülern und drei Architekten auch zwei Lehrer, zwei Eltern (ein Statiker und ein Gebäudetechniker), eine Vertreterin des Fördervereins und die Schulleiterin teil. Der Zeitrahmen für die Aufnahme und Datenverarbeitung bis zur Erstellung eines Vorabdrucks wurde von April bis Juni 2013 gesetzt.

Um wirklich berufspropädeutisch zu arbeiten, brauchten wir die offizielle Software „Energieberater“. Diese wurde uns vom Hersteller für einen begrenzten Zeitraum freundlicherweise kostenlos lizensiert.

Aufnahme und Erstellung unseres Energieausweises, waren zwei Arbeitsphasen, die unterschiedlich in den Schulalltag der Schülerinnen und Schüler integriert waren:

Die erste Aufnahmephase, bei der jedes Bauelement des Gebäudes gemessen und bewertet wird, fand im April und Mai im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Naturwissenschaften, einmal wöchentlich für je drei Stunden statt. An der Aufnahme waren bis zu 15 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 12 beteiligt.

Die zweite Phase, in der die aufgenommenen Daten überprüft und in die Software eingepflegt wurden, sowie die Gebäudetechnik typisiert und Verbrauchswerte ermittelt wurden, fand im Juni im Rahmen eines dreitägigen Projektes „Energie und Nachhaltigkeit“ statt. Hier wurden zusätzlich Experimente mit alternativen Dämmstoffen durchgeführt, Hochbeete gebaut und ein Modell unserer Schule aus Infrarotaufnahmen gefertigt.

Ergebnis und Ausblick

Den Abschluss des Projektes „Energieausweis“ bildete die Präsentation des fertigen (vorläufigen) Ausweises (Vorabzug) vor der Schulgemeinschaft und die Übergabe durch die Schüler an unsere Schulleiterin am 20. Juni 2013. Das Ergebnis war beeindruckend und erschreckend, denn wir konnten nachweisen, dass unsere Schule mit einem Primärenergiebedarf von 280,5 kW/h (m²a) eine echte Klimasünderin ist, für deren Energiebedarf jährlich die unglaubliche Masse von 513 Tonnen Kohlenstoffdioxid emittiert wird. Aus dieser Erkenntnis erwuchs das zweite Projekt - die Installation einer Innendämmung aus Naturbaustoffen durch Schülerinnen und Schüler.


Ergebnis der Bestandsaufnahme: Die Wände sind Wärmebrücken


Problemvisualisierung digital: Die IR-Bilder wurden mit Photoshop auf einen Gebäudeaufriss montiert


Problemvisualisierung analog: Die Infrarotaufnahmen werden auf ein Modell der Schule geklebt


Dateneingabe


Das Ergebnis: Vorabzug eines Energieausweises


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